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Autor Thema: Galero auch bei kath. Diakonen?  (Gelesen 1730 mal)
ChriPeTiRu
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« am: 05. Dezember 2009, 15:20:24 »

Mich interessiert, ob der katholiscbe Diakon, als Angehöriger des Klerus, den Galero anstelle der Helmzier verwenden kann.
Überall finde ich als niedrigsten Rang den Priester. Aber der Diakon gehört doch auch zum Klerus.
Kann mir einer dazu eine Antwort geben?
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DominikS
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« Antworten #1 am: 05. Dezember 2009, 15:57:19 »

In der Eile wahrscheinlich einfach überlesen: http://forum.heraldik-und-kunst.de/index.php/board,17.0.html
Aber hier schon ein herzliches Willkommen! Smiley
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Dominik
ChriPeTiRu
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« Antworten #2 am: 05. Dezember 2009, 17:03:27 »

Danke für den Willkommensgruss.
Leider habe ich in Internetforen keine Erfahrung und versuche es bei "Profil". Ist das gemeint?
Danke für Ihre Hilfe.
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #3 am: 05. Dezember 2009, 17:51:13 »

Herzlich willkommen!
Ich habe mal gerade im McCarthy, Manual of ecclesiatic heraldry nachgeschlagen - niente. Letztendlich hat der Diakon eine Weihe, zwar die allerunterste von dreien, wodurch er zum Klerus gehört, aber erst ab Priester und Priesterweihe gibt es den Galero mit insgesamt 2 Fiocchi, Farbe schwarz. Ich kenne auch kein Diakon-Wappen mit Galero und Fiocchi. Oder nur in der Farbe "transparent" Grinsend Spaß beiseite: Ich finde nichts in der Literatur. Also würde ich davon ausgehen, daß er auch keinen Galero führt.
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ChriPeTiRu
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« Antworten #4 am: 05. Dezember 2009, 20:45:27 »

 Traurig Schade. Dabei wäre es doch recht originell gewesen, als ständiger Diakon einen Galero zu haben und in ein Allianzwappen einzubauen.  Zwinkernd
Ganz herzlichen Dank für Ihre Mühe.
Leider weiss ich immer noch nicht, wie ich mich vorstellen soll. Und wie ich mein Wappen so schön zeigen kann, wie die anderen Teilnehmer dieses Forums, weiss ich auch nicht.
Dann eben konservativ: Dass ich verheirateter Diakon bin, ist erkenntlich, als 42-jrg. Theologe bin ich Seelsorger mit zwei Priestern in einer Pfarrei des Bistums Basel/Schweiz, meine beiden Kinder sind 5 und 8 Jahre alt und die Eltern meiner Frau führen das Wappen der Familie Feierabend aus Engelberg, Obwalden: In Gold eine Hausmarke: Ein schwarzes Triangel in ein Balkenkreuz mündend
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #5 am: 05. Dezember 2009, 21:06:14 »

Ein Allianzwappen mit einem Galero, tsss, tss, tsss.....
Die Vorstellung hat was  Grinsend
aber ich glaube, das gibt dann Ärger mit Rom. Lächelnd Lächelnd Lächelnd
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Bernhard Fox
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« Antworten #6 am: 06. Dezember 2009, 12:39:25 »

Hallo und herzlich willkommen hier im Forum.  Smiley

Ich erinnere mich, dass wir vor Jahren schon mal eine Diskussion zum Thema Diakonwappen hatten. Auch damals waren wir uns einig, dass es in der Kirche kein Diakonwappen gibt. Möglicherweise wegen der geschichtlichen Entwicklung. Erst Anfang des 20sten Jhd. wurde das Amt des Diakon wieder eigenständig, zuvor war es wohl nicht mehr als eben erste Weihestufe auf dem Weg zur Priesterweihe.   Schweigend
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ChriPeTiRu
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« Antworten #7 am: 06. Dezember 2009, 13:11:31 »

Danke, ich fühle mich wirklich willkommen. So viele nette Grüsse!  Smiley
Ja, ein Freund sagte mir, dass es diese Diskussion gegeben habe. Aber ich gebe mich mit dem Ergebnis nicht zufrieden.
Die Diakonenweihe ist eine kirchenrechtlich und historisch richtige Weihe. Ich bin gerade dabei, abzuklären, wann es vor dem 2. vat. Konzil schon verheiratete Diakone gab. Das muss vor Urzeiten gewesen sein und Vat.II hat das Amt lediglich wieder ausgegraben.
Wenn hier schon so viel Wert darauf gelegt wird, dass die Heraldik eine konservative Wissenschaft ist (was ich sehr schätze Lächelnd), und ich lesen kann, dass ein Wappen zu einem Ritter passen muss, dann müsste es doch möglich sein, dass etwas bestimmt älteres, wie der ständige Diakonat, auch etwas wie eine Wappenzier bekommen kann.
Und wenn sich einfach keine nachweisen lässt, dann kann man das doch heraldisch korrekt "entwickeln", oder nicht? Beispielsweise  ein Galero ohne Fiocchi.
Ständige Diakone sind Realität, ihre Angehörigkeit zum Klerus ebenfalls. Ihre geschichtliche Existenz stellt auch niemand in Frage. Das sollte ich doch heraldisch darstellen lassen, oder nicht?
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #8 am: 06. Dezember 2009, 17:14:23 »

Warum nicht das ganz normale Familienwappen mit Familien-Helmzier?
Zumal das etwas ist, was in der Familie weitergegeben werden kann.
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Hartwig
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« Antworten #9 am: 07. Dezember 2009, 23:41:36 »

Hallo und auch von mir ein herzliches Willkommen,

ich denke ein Galero ist in erster Linie einmal ein Hut und als solchen müßte ich ihn doch auch in einem Familienwappen darstellen können - oder?
Dann gibt es ja auch noch den Saturno, der auch in erster Linie ein Sommerhut ist.
Wenn ich dann vielleicht einfach nur die Hutform nehme und beginne eine Helmzier für mein Familienwappen zu entwickeln, kirchliche Bezüge dezent einbaue und das alles in eine harmonische Form bringe könnte das doch eine reizvolle Aufgabe sein!
Besonders in einem Allianzwappen kann ich mir z.B. eine Decke in " Schnurform" die das zweite Wappen einbindet sehr gut vorstellen!

Hier ist übrigens ein interessanter Link zu kirchlichen Kopfbedeckungen:

http://www.dieter-philippi.de/mydante_1474.html

Behütete Grüße

Hartwig 
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ChriPeTiRu
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« Antworten #10 am: 08. Dezember 2009, 10:41:34 »

Danke, Hartwig,
ich habe einfach ein Problem damit, dass die Diakonenweihe, sogar von manchen Theologen, nicht ernst genommen wird und das, obwohl sie klar definiert ist.
In unserem Allianzwappen habe ich den Flug, denn im Allianzwappen geht es mir ja darum zu zeigen, dass ich eine Beziehung zu meiner Frau habe. Aber manchmal darf ich ja auch in meinem Beruf Briefe schreiben und da habe ich im Briefkopf auch mein Wappen drin. Diese Briefe schreibe ich dann in meiner kirchlichen Funktion als Diakon. Und da möchte ich gerne eine kirchliche Zier über meinem Wappen haben.
Oder ist das heraldisch unkorrekt, zwei verschiedene Ziere  zu führen?
Und ausserdem: Ich möchte gerne eine offizielle Zier für Diakone haben, oder erarbeiten.
Ich habe einen Freund, der eng mit dem Vatikan, was Heraldik angeht, zusammen arbeitet (Vielleicht will er Nachfolger von Bischof Bruno Heim werden Zwinkernd) Er hat auch gesagt, da müsse eine Präzedenz geschaffen werden. Warum auch nicht?
Ich habe inzwischen wieder herausgefunden, dass der Diakonat schon ab dem 4. Jhd in seiner ursprünglichen Dimension zurückgedrängt wurde und seine Funktionen mehr und mehr vom Presbyterat übernommen wurden. Ab dem 10. Jhd war dann der Diakonat nur noch Durchgangsstufe. Also alt ist der Diakonat jedenfalls auch wenn sich in der Geschichte erklären lässt, warum keine Diakonenwappen oder Zier zu finden sind. Die kirchliche Heraldik ist  ja vermutlich sehr viel jünger, als die weltliche und damit ist klar kein Diakonenwappen bekannt, weil der Diakonat schon zurück gedrängt war, als die ersten Wappen der Adligen erschienen.
Aber noch einmal: warum nicht neu schaffen? Wappen werden ja auch neu geschöpft.
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ChriPeTiRu
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« Antworten #11 am: 08. Dezember 2009, 10:43:40 »

PS.: Das habe ich vergessen: Auch Euch behütete Grüsse, aber nicht von Hüten, sondern von Gott! Der ist besser als Hüte  Smiley
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Gernot
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« Antworten #12 am: 08. Dezember 2009, 13:38:48 »

Auch von mir ein herzliches Willkommen.

Die Idee, für ein Wappen eines Diakonen einen Klerikerhut ohne Quasten zu verwenden mag neu sein, allerdings ist es ein auf der Hand liegender Ansatz.

In einem Familienwappen hat er jedoch nichts verloren, finde ich. Wer weiß, ob deine Kinder und Kindeskinder etwas mit der katholischen Kirche am Hut (!) haben. Und die Historie hat es uns schon vorgemacht, wie etwa heraldisch zu verfahren ist. Du stiftest ein Familienwappen, ganz konventionell Schild mit Helm und Zier, welches weniger kirchliche als famlientypische Inhalte hat. Dieses eignet sich dann auch für ein Allianzwappen. Aus dem Familienwappen leitest du dir dann ein Amtswappen ab, den vorgenannten Schild mit Klerikerhut und ggf. weiteren kirchlichen Attributen. So haben es über Jahrhunderte Bischöfe und Päpste gehandhabt.
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Gernot

Weiß der Geier...
DominikS
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« Antworten #13 am: 08. Dezember 2009, 14:35:15 »

Gernots Idee finde ich absolut passend.


So haben es über Jahrhunderte Bischöfe und Päpste gehandhabt.

Genau, so konnten deren Kinder dann im Falle eines weltlichen Lebens das Familienwappen weiter führen.
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Dominik
ChriPeTiRu
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« Antworten #14 am: 08. Dezember 2009, 14:42:38 »

Hallo Gernot,

auch Dir ein herzliches Dankeschön für Deinen freundlichen Gruss.

Deine Anmerkung  finde ich prima. Denn unser Allianzwappen existiert ja schon, das Wappen meiner Familie ist blasoniert, und am Heimatort (bei uns in der Schweiz ist das das übliche) hinterlegt, wie das ja schon viel ältere Wappen meiner Frau.
Es ist so schade, dass es mir nicht gelingt, unser Allianzwappen zu zeigen. Na ja.
Nein, falls es so etwas wie den Pfaffenhut  Zwinkernd für Diakone gäb, hätte der im Allianzwappen nichts zu suchen. Da stimme ich Dir zu. Das war auch eher als Spass oder Provokation gemeint...  Lächelnd
Übrigens: Im Gegensatz zu den meisten Kindern von Bischöfen und Päpsten sind meine Kinder hoch legitim... Lächelnd
Aber die Idee eines Amtswappen finde ich prima!
Ist das ein anderes Wappen, als das Private? Oder nimmt man dafür das Familienwappen? Als Nicht-Heraldiker freue ich mich über Hilfen und Ideen.

Herzliche Grüsse
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