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Autor Thema: Ahnenbezifferungsysteme - Vorwort  (Gelesen 880 mal)
Manni
Gast
« am: 03. Februar 2008, 13:16:37 »

Ahnenbezifferungsysteme - Vorwort



Genealogen verwenden oft ein Nummerierungssystem, um die Übersicht in ihren Daten zu behalten. Nummerierungssyteme gibt es reichlich, aber wenige ermöglichen es, alle Personen in einer Datenbank durchzunummerieren. Einige sind sehr gut für die Nummerierung der Vorfahren geeignet, während andere besser für die Nummerierung der Nachfahren geeignet sind. Wenige Systeme befassen sich mit zusätzlichen Personen im Familienstammbaum wie Schwiegerpersonen, unverbundene Ehen, usw.
Bei der Ahnentafel ergibt sich ein Problem, das durch ihre streng gesetzmäßige Konstruktion bedingt ist. Es liegt nahe, der Einfachheit halber die einzelnen Ahnen mit Ziffern zu belegen, zwischen denen dann, bedingt durch den merkwürdigen Aufbau der Ahnentafel, gewisse mathematische Beziehungen bestehen. Es gibt da verschiedene Systeme. Die wichtigsten sind die Systeme Kekule und Hager, deren Unterarten durch die Systeme Roller, Sommer und Seyler gebildet werden. Dem System Lorenz kommt heute keine praktische Bedeutung mehr zu.
Eine Bezifferungsmethode ist nur dann von Wert, wenn sie sich bereits bei Beginn und im Verlauf einer Stamm-, Ahnen- oder Nachfahrentafelforschung, nicht erst nach Abschluß derselben, zur Anwendungen bringen lässt, und zwar in einer Weise, die von vornherein, mag an Nachträgen kommen was will, jedes Umnummerieren ausschließt. Sie soll außerdem in der Anwendung möglichst klar und einfach sein.
Für die Ahnentafel besitzen wir bereits eine Bezifferungsmethode die diesen Anforderungen vollauf genügt, die Bezifferung nach Kekule von Stradonitz.
Bei der Ahnentafel liegen nun allerdings die Verhältnisse sehr günstig. Da jeder Mensch zwei Eltern hat, so muß sich die Ahnenzahl von Generation zu Generation verdoppeln. Es steht also von Anfang an fest, wieviele Ahnen der Probant nach einer bestimmten Anzahl von Generationen haben wird.
Ganz anders ist es bei der Nachfahrentafel. Es läßt sich von vornherein nicht einmal schätzen, geschweige denn berechnen, welchen Umfang die Nachkommenschaft eines Menschen nach mehreren Generationen annehmen wird.
Deshalb ist auch die Bezifferung einer Nachfahrentafel wesentlich schwieriger als die einer Ahnentafel.
Auf dem "traditionellen Gebiet" der Genealogie brauchen wir unser "Licht nicht unter den Scheffel stellen" - zumal die deutsche Genealogie, Schweiz und Österreich inclusive, früher einmal Weltspitze war.



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Manfred Bäumer
« Letzte Änderung: 04. Februar 2008, 05:53:09 von Manni » Gespeichert
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