Anfrage zum
Epitaph der Dorothea Goldochs geb. Völker (mit figürlicher Darstellung des Ehepaars) in der Völkers-Kapelle, Johanneskirche in Crailsheim, datierbar 1540
Inschrift:
„Anno DM 1540 an der Rechten vaßnacht um newn or vormittag verschied die Erbar und Ernthugentsam Fraw Dorothea geborne Volckerin des Erbarn und vesten Georgen Goldochs von Berntzweiler seligl[ich] h[in]gelass[enen] Wittib, den beeden got gnad.“Dargestellte Personen:
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Dorothea Völker *…, + 10.2. 1540, begr. Völkers-Kapelle, St. Johannes in Crailsheim, (römisch-katholisch), sie entstammte einer Patrizierfamilie aus Crailsheim, sehr wahrscheinlich Tochter des markgräflich brandenburg-ansbachischen Kanzlers Johann (Hans) Völker.
oo …
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Georg genannt Jörg Goldochs von Berntzweiler * (um 1470), + vor 1540
urkundlich erwähnt 1492-1517, (römisch-katholisch), Deutschordensvogt zu Dinkelsbühl, (wohl) Herr auf Bernhardsweiler bei Fichtenau nahe Dinkelsbühl. Da seine 3 Söhne Bernhardsweiler 1540 verkauften, muß es bereits in Jörgs Besitz gewesen sein. Das dortige einfache Schloß, ehemals mit einem Graben umgeben, wurde im ausgehenden 15. oder beginnenden 16. Jahrhundert von den Goldochs erbaut. Der Türsturz trägt die Jahreszahl 1511. Jörg Goldochs hatte auch Besitz in Eiberg bei Ellwangen, wo er 1495 eine Sägmühle an das Kapitel (der Fürstprobstei) von Ellwangen vertauschte. Im Jahr 1517 begann die Familie, die Wallfahrtskirche St. Anna in Bernhardsweiler großzügig auszubauen: (L. Schnurrer)
"[1517] erbat sich die Dinkelsbühler Familie Goldochs von [der Stadt] Rothenburg Stein zum Bau einer St. Anna-Kirche in dem Dorf Bernhardsweiler. Deren imposanter Chor, angeblich erbaut von der Dinkelsbühler Bauhütte des Nikoklaus Eseler, ist noch erhalten; ihre Fertigstellung verhinderte die Reformation, die dann auch seit 1544 den Annenkult in Rothenburg beendete".(Quellen: Es liegen mir bisher nur einzelne Quellenschnipsel vor, komplette Aufsätze zu den weiterführenden Familiengeschichten der Völker und Goldochs leider noch nicht)
Kinder:
- Heinrich, *(um 1520), + nach 1600(?),1543 (erst katholischer, dann evangelischer) Kanoniker, Domherr und später Senior in Havelberg a. Elbe, Mark Brandenburg. Verheiratet, (mind.) 2 Töchter.
- David, erwähnt 1541-1546, zuerst in Rothenburg o. Tauber, dann in Crailsheim, verheiratet (?)
- Georg-Jörg, + (Türkenkriege) 18.10.1548 -Totenschild angeblich in Crailsheim
- (wohl) Katharina, erwähnt 1547, oo NN. Renner aus Rothenburg o. Tauber
Völkers-Kapelle, St. Johannes in Crailsheim

Grabmal Goldochs-Völker

Ahnenwappen des Epitaphs:
- links unten: Goldochs von Berntzweiler
- links oben: ?
- rechts oben: Eberhardt (aus Dinkelsbühl und Rothenburg o. Tauber)
- rechts unten: Völker (aus Crailsheim)
Wappen links unten: Goldochs

Wappen links oben: ? (Goldochs Mutter)

Wappen rechts oben: Eberhardt (Völker Muttter)

Wappen rechts unten: Völker

Bei den 3 bekannten Wappen handelt es sich um einen patrizischen Hintergrund aus Dinkelsbühl, Rothenburg o. Tauber und Crailsheim.
Wobei die Goldochs in den rittermäßigen Landadel aufstiegen.
Gesucht werden Hinweise auf das noch nicht identifizierte mütterliche Wappen des Georg-Jörg Goldochs.
Auf einem Epitaph der Enkeltochter Barbara v. Goldochs (verheiratet I. v. Milckau, II. v. Schleinitz) in Frauenhain/Sachsen, sind ebenfalls die Ahnenwappen Goldochs, Völker, Eberhardt dargestellt, das in Frage stehende 4. Wappen allerdings durch Beschädigung verloren. (Quelle: Gurlitt, Bau- und Kunstdenkmäler Sachsen- Großenhain (Land), Bd. 37, 1914, S. 54).
Es hat sich dort nur die zugehörige Namensintiale
„v. F.“ erhalten (wobei mir das Adelsprädikat angesichts des Hintergrunds fraglich erscheint).
Ich dachte bei dem fehlenden Wappen bereits an Hubel aus Nördlingen, abgebildet im alten Siebmacher.
Das ginge aber mit „v. F.“ nicht gut zusammen.
Was gäbe es noch für Optionen für das Wappen mit dem Lamm?