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Autor Thema: der Flug  (Gelesen 594 mal)
rekem
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« am: 09. Juli 2011, 21:42:57 »

heute Groß-Flug-Tag.
ich möchte der Klarheit wegen in meiner DB nur haben offener Flug und geschlossener Flug
Was ist nun:
1) le vol, sowie der Flug ohne Zusatz
2) le vol au nature
3) le vol clos.
4) 2 demi-vols adossés
5) le vol plié ?
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mfG
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« Antworten #1 am: 10. Juli 2011, 19:20:33 »

Die Nr. 3),4),5) wuerde ich auf alle Faelle als "geschlossenen Flug" uebersetzen, oder nicht?
1) und 2), also einfach "Flug" und "natuerlicher Flug" ist dann der offene.
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #2 am: 10. Juli 2011, 23:57:38 »

Ich persönlich würde sowieso nicht mehr zwischen offenen und geschlossenen Flügen unterscheiden. Das ist für mich eine typische künstliche Unterscheidung der Papierheraldik, von Leuten geschaffen, die sich das nicht räumlich vorstellen können. Denn es ist ja das Gleiche, nur einmal steht man davor und einmal daneben. Ob der Flug offen oder geschlossen dargestellt wird, ergibt sich aus der Helmstellung und unterliegt damit der künstlerischen Freiheit. Andersherum argumentiert: Man erhält kein neues Wappen, wenn man einen "offenen" Flug "geschlossen" darstellt oder umgekehrt, sondern eine andere Perspektive des Oberwappens.

Zur Aufstellung möchte ich noch den "vol banneret" hinzufügen, sowie den identischen "vol à l'antique" = geschlossener Flug in altertümlicher Form (vgl. Emmanuel de Boos S. 131)

1) le vol, sowie der Flug ohne Zusatz - die vernünftige Variante (s. o.)
2) le vol au nature - enthält für mich keine diesbezgl. Festlegung
3) le vol clos. - geschlossen
4) 2 demi-vols adossés - geschlossen
5) le vol plié ? - geschlossen
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rekem
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« Antworten #3 am: 11. Juli 2011, 11:01:08 »

Vielen Dank.
Die Problematik stammt aus meiner "maschinellen" Übersetzung der französischsprachigenen Quellen also Rietstap und den belgischen Sammlungen.

"vol" ist auch dort kein eindeutiger Begriff, irgendwo zwischen fliegen, Flügeln und Flug in verschiedenen Zusammensetzungen, Gestalten und Farben.

Das nächste Problem ist die Tatsache, daß in den dazugehörigen Bildwerken (z.B. Renesse) die Oberwappen überhaupt nicht aufgenommen wurden. Ich mußte also versuchen zu vergleichen mit anderen Werken, bzw. den Fällen in denen "vol" im Wappen vorkommt.

Da Siebmacher, Rietstap und Konsorten sehr wohl deutliche Unterschiede in der Darstellung machen, möchte ich diese auch so aufführen. Bei der Abfrage "Flug" kommen dann trotzdem alle Versionen zum Vorschein, genau so wie Schräg- und Schräglinksbalken usw.

Aufgrund solcher Überprüfungen sind klar zu erkennen:
- vol-banneret (407) sowie vol à l'antique (1.676): geschl. Flug (bis auf 6 Wappen nur Helmzier)
- 2 demi-vols adossés (399): 2 Flügel einzeln nebeneinander mit ihren Rücken zugewendet (immer im Wappen, nie Helmzier)
- vol clos [8] sowie vol plié (27): der natürliche Vogel mit angelegten Flügeln (zusammengefaltet) im Profil
- vol ordinaire: (1) off.Flug (Helmzier)
- vol au nature (15): ganz offensichtlich off.Flug aber in natürlicher Farbe (nur Helmzier)
- vol ohne ... (8.382): off.Flug (davon 537 im Wappen)

Wir haben also bei den Helmzieren (Rietstap):
o.Flug : 7.845
g.Flug : 2.077

Es bleibt die Arbeit in den deutschsprachigen Quellen.

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« Antworten #4 am: 11. Juli 2011, 12:10:53 »



(Zitat: Deutsch und Französisch für Heraldiker, Ottfried Neubecker).
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« Antworten #5 am: 11. Juli 2011, 13:01:52 »

Nach OBEN? Könnte Neubecker bitte seine letzte Zeile mal aufzeichnen?  Grinsend Grinsend Grinsend
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« Antworten #6 am: 11. Juli 2011, 13:23:04 »

Flügel im Schild mit nach oben gekehrten Schwungfedern:



Und so dürfte es von Neubecker auch gemeint sein.
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« Antworten #7 am: 11. Juli 2011, 13:31:28 »

Und so dürfte es von Neubecker auch gemeint sein.
wohl kaum. Denn die sind unten nicht zusammenhängend. Grinsend
Glaube Neubecker nicht.
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« Antworten #8 am: 11. Juli 2011, 13:38:39 »

mir ging es dabei auch nicht um das "zusammenhängend", sondern darum, dass es sehr wohl Darstellungen von Flügeln gibt deren Schwungfedern nach oben gekehrt sind.

Und das wolltest du doch sehen, oder?
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« Antworten #9 am: 11. Juli 2011, 13:40:12 »

nein, ich wollte darauf aufmerksam machen, daß Neubecker Murks geschrieben hat.  Zwinkernd
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« Antworten #10 am: 11. Juli 2011, 14:02:41 »

 Neubecker schreibt: Zwei zusammenhängende, mit den Schwungfedern nach oben gekehrte Flügel = Vol.



« Letzte Änderung: 11. Juli 2011, 14:21:04 von A.Lenz » Gespeichert
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« Antworten #11 am: 11. Juli 2011, 14:28:38 »

Und GENAU DAS ist NICHT gemeint, wenn jemand einfach nur "VOL" sagt.
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A.Lenz
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« Antworten #12 am: 11. Juli 2011, 14:39:11 »

damit weiß ich nun aber immer noch nicht, wie die beiden zusammenhängenden Flügel, mit nach oben gekehrten Schwungfedern, beschrieben werden.

Hier ist die Beschreibung des Wappens:



Vol fett gedruckt.
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« Antworten #13 am: 11. Juli 2011, 15:09:46 »

Mit diesem Blason zeichne ich einen stinknormalen Flug und sonst nichts.
Vielleicht ist die vorliegende Abb. auch eher ein Problem des Zeichners.....
Und wenn man wirklich die Schwungfedern oben haben will, kann man auch mit dem Wort "gestürzt" arbeiten.
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rekem
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« Antworten #14 am: 11. Juli 2011, 15:10:49 »

so wie ich das sehe ist der Unterschied :
2 demi-vols adossés: die Flügel sind nicht verbunden (hauptsächlich im Wappen)
vol : sie sind verbunden (hauptsächlich auf dem Helm)
ansonsten sind sie wohl gleich ?
Es muß aber irgend einen Grund geben, daß es zwei verschiedene Blasonierungen gibt.
Leider habe ich kein französisches Wappenwerk nit Bildern und Blasonierunen incl. Helmzier.

Im Übrigen - wieder einmal - woher hat Riestap wohl seine Blasonierungen, von Texten oder Bildern ?
Renesse hat jedenfalls nicht nach Bildern gearbeitet sondern einfach schematisch den Rietsp in Bilder umgesetzt.
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