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Autor Thema: überzwerch  (Gelesen 331 mal)
rekem
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« am: 12. Mai 2011, 16:27:04 »

Beim Aufräumen meiner DB bin ich heute über den Begriff überzwerch gestolpert, der bei näherem Betrachten allerlei verschiedene Bilder ergibt.

Nicht überprüfen konnte ich mangels Abbildung:
Klinkicht v. Clingenau, W. (1740): Get., oben in G. ein wachs. gekr. schw. Adler, unten in B. eine von zwei überzwerch gest. achtstrahl. g. Sternen begl. aufsteigende r. Spitze, darin eine s. Lilie.

Das ist also eine Spitze mi einer Lilien, begleitet von je ..................
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mfG
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« Antworten #1 am: 12. Mai 2011, 17:02:36 »

der Begriff "überzwerch" ist mir schon mal begegnet, wenn ein Adler um 90° nach rechts gedreht ist.
Gräßlicher Ausdruck.
K. v. C. - leider keine Abb. zur Hand, aber ich verstehe das so: 1 rechts, 1 links.
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AndreasP
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« Antworten #2 am: 12. Mai 2011, 17:27:49 »

"von sorgsamen prosaisten vermieden" sagt Grimms Wörterbuch:

http://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemma=ueberzwerch

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rekem
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« Antworten #3 am: 12. Mai 2011, 17:44:17 »

der Begriff "überzwerch" ist mir schon mal begegnet, wenn ein Adler um 90° nach rechts gedreht ist.
Gräßlicher Ausdruck.

den haben 3 Familien: Longeville, Eptinger und Röder,
insgesamt habe ich 22, meist Bayern und Schlesier,
meist ist es balkenweise oder nebeneinander, aber eben nicht immer.

Bei der genannten Familie denke ich auch: je 1 Stern rechts und links von der Spitze.

Besonders schön:
Harlander, München 1689 & Bayern & ? & Band: BayA3 S.177 Tafel:125 No: & Ein in drei Feldungen überzwerch abgeteilter Schild, deren die untere b., und mittlere r., obere aber # ist, worin ein vorwärts mit den hinten Füßen auf einem Felsen aufrecht gestellter Löwe, dessen unteres Teil w., oberes aber g., mit offenem Rachen, r.-ausgeschlagener Zunge und über sich gewundenen einfachen Schwanz, zwischen den hinteren Füßen ein Schloß mit zwei r. Türen, in den vorderen Pranken aber eine offene Haarreisten oder [(Flachsreisten)] haltend, und über dem Kopf ein g. Stern zu sehen.

oder auch:
Rosenhaimer, Grafenwisen 1628 & Bayern & ? & Band: BayA3 S.48 Tafel:29 No: & Ein gr. mit Wasserwellen Schild durch welchen aufrecht zwei r. kleine Striche, oben der Länge herunter und überzwerch kreuzweise gemacht, auf deren Mitte aber ein goldgeziertes kleines Kreuz in vier gleiche Teile quadriert. 1. u. 4. ein eisenfarbiger zweispitziger Anker mit seinen Widerhaken. 2. u. 3. ein in die Höhe erhebt und zurückgekehrt fliegender n. Sperber, in seinem Schnabel ein Rosenstauden von drei gr. Zweiglein, Blättlein und drei r. Rosen mit ihren g. Butzen.
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mfG
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A.Lenz
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« Antworten #4 am: 12. Mai 2011, 18:02:46 »

Der Adler ist "überzwerch":

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A.Lenz
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« Antworten #5 am: 12. Mai 2011, 18:13:30 »



Nicht überprüfen konnte ich mangels Abbildung:
Klinkicht v. Clingenau, W. (1740): Get., oben in G. ein wachs. gekr. schw. Adler, unten in B. eine von zwei überzwerch gest. achtstrahl. g. Sternen begl. aufsteigende r. Spitze, darin eine s. Lilie.

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rekem
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« Antworten #6 am: 12. Mai 2011, 20:12:18 »

großartig, vielen Dank, Vermutungen waren zutreffend.
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Janka
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« Antworten #7 am: 13. Mai 2011, 18:36:25 »

Weil in der GwF das Thema auch schon mal auf Interesse traf, habe ich jetzt mal ein Lemma im Heraldik-Wiki dazu angelegt.

http://www.heraldik-wiki.de/index.php?title=%C3%9Cberzwerch

1001 Grüße
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