Histres
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« am: 05. Januar 2011, 03:14:14 » |
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Guten Morgen, ich bin neu hier im Forum und ich denke, ich habe hier genau die Adressaten gefunden, die mir weiterhelfen können. Ich besitze ein altes Trinkglas, auf das ein Wappen mit dem Monogramm FWB eingeschliffen ist. Vielleicht findet sich jemand, der es zuordnen kann und mir damit weiterhilft. Gerne gebe ich ein Bild dazu, kann aber im Moment hier keinen button zum Hochladen entdecken. Vielleicht kann mir Unbedarftem da auch jemand weiterhelfen
Vielen Dank Histres
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Alex
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« Antworten #1 am: 05. Januar 2011, 09:13:13 » |
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zum hochladen bitte einen externen Bild-Hoster benutzen und dann hier als Grafiklink einfügen... hat bisher immer gut geklappt... Ciao Alex
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"...Ohne Arbeit wär das Leben öde Also sing ich müde meine kleine Ode An die Arbeit..."
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Histres
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« Antworten #2 am: 05. Januar 2011, 17:26:42 » |
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Guten Abend, ich habe nun zwei Fotos hochgeladen, die sehr schön das Motiv zeigen. Da ist zunächst das Monogramm FWB in einer Rokoko-Kartusche mit Akanthuswedeln. Die Kartusche läuft oben in einer Art Visier eines Spangenhelms zusammen. Als Helmzier ist ein Mann abgebildet, der drei Ähren in seiner rechten Hand hält. Er trägt eine Zipfelmütze(?), möglicherweise eine barocke Perücke, da unter der Mütze seitlich Locken hervorquellen, eine Weste und eventuell eine Schürze. Es könnte sich um einen Bauern oder einen Müller handeln, die Ähren könnten aber auch auf Landbesitz hindeuten. Links der Kartusche ist ein großer Vogel mit langem Schnabel beigestellt. Der Vogel hebt sein rechtes Bein und berührt die Kartusche. Ein Storch wird es wohl nicht sein, aber es könnte sich um einen Kranich handeln. Der Kranich gilt als Symbol für Liebe, Lebensfreude und Unsterblichkeit. Das Glas selbst ist in die Zeit zwischen 1750 bis 1780 einzuordnen. Jegliche Hinweise zum abgebildeten Wappen sind willkommen. Hier im Anschluss der Link: http://picasaweb.google.com/khwuestner/TrinkglasMitWappen?authkey=Gv1sRgCKz3pP_314CPfw#Gruß und herzlichen Dank Histres
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #3 am: 05. Januar 2011, 19:03:28 » |
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Herzlich willkommen!
1.) Hier hat einer ein Wappen genommen, den Inhalt des Schildes rausgeworfen, und die Initialen FWB reingesetzt. a) Damit ist es eigentlich kein Wappen mehr, sondern eine durch Monogramm personalisierte, ansonsten leere Wappenhülle. b) Weil das Wichtigste, der Schildinhalt, fehlt, ist die Identifizierung so praktisch nicht möglich. 2.) Spekulieren wir mal ein bißchen: Der Schildhalter ist ein Kranich oder Storch. Häufig sind die Schildhalter dem Schildmotiv selbst entnommen - muß natürlich nicht immer zutreffen. Aber wir wollen mal spekulieren, und wir suchen ein Wappen mit Kranich oder Storch im Schild und dieser Helmzier - gefunden: Nemethi v. Littka oder Nagy, leider überhaupt nicht mit den Initialen übereinstimmend, Sackgasse, Theorie unzutreffend. 3.) Fazit: Ohne weitere Informationen komme ich hier nicht weiter, wenn nicht noch Freund Zufall hilft.
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A.Lenz
Entwurfsforum
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« Antworten #4 am: 05. Januar 2011, 19:04:10 » |
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Hallo,
kein Wappen im heraldischen Sinn!
Hier hat der Eigentümer in die Kartusche lediglich seine Initialen eingravieren lassen. Helm mit Zier sind möglicherweise von einem Wappen der Familie, oder- was plausibler ist - einfach von einem anderen Wappen "ausgeborgt" weil sie dem Eigentümer der Gläser gefallen haben.
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AndreasP
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« Antworten #5 am: 05. Januar 2011, 19:05:34 » |
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Wie du ja richtig schreibst, ist es ein Monogramm und eben kein Wappen im eigentlichen Sinne. Das kann m. E. zu jedem gehören, dessen Namen mit den Buchstaben F. W. B. beginnt, mit Wappenbild, Helmzier etc. kommen wir da nirgendwo hin, da es einfach keine heraldische Darstellung ist. (Was natürlich nicht ausschließt, dass jemand schon einmal irgendwo ein ähnliches Motiv mit ausführlicherer Namens- oder Herkunftsangabe gesehen haben kann.)
Update: (O gerade stand noch nix da, jetzt schreib ich als Dritter das gleiche... immerhin ein Indiz dafür, dass ich richtig lag... :-)
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #6 am: 05. Januar 2011, 19:08:10 » |
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19:03, 19:04, 19:05 - das muß Gedankenübertragung sein, alle gleichzeitig und unabhängig der gleichen Ansicht 
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A.Lenz
Entwurfsforum
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« Antworten #7 am: 05. Januar 2011, 19:11:16 » |
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Was wieder einmal beweist, dass wir nicht nur unser Metier beherrschen, sondern auch von der schnellen Truppe sind. 
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Histres
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« Antworten #8 am: 05. Januar 2011, 19:38:18 » |
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Jawohl, ihr seid großartig, ich bin ganz begeistert !!! Dass dies kein Wappen ist, war mir selbst als Laie schon irgendwie klar. Ich habe deshalb vorsichtigerweise auch von einem Monogramm mit umgebender Kartusche gesprochen. Dennoch mache ich mir auch weiterhin noch ein paar Gedanken. So ein Glas ist zu seiner Herstellungszeit nicht für jedermann erschwinglich gewesen. Sicherlich musste auch der Glasschneider einen persönlichen Bezug zum Auftraggeber oder Besteller herstellen. Ein Gläserkundiger hat den Herstellungsort in einer Glashütte in Lauscha in Thüringen angenommen. Ich nehme an, dass solche Art von Gläsern eher in großbürgerlichen Haushalten oder vielleicht noch eher in adeligen Kreisen, vielleicht auch als Geschenkesgabe gebräuchlich war. Ich weiß zum Beispiel, dass ein gleiches Glas, aber mit etwas abweichendem Bild im Museum des Deutschordens-Schlosses in Bad Mergentheim steht. Mein Glas stammt aber aus einem kleinbäuerlichen Haushalt im Hohenlohischen. Ein Vorfahre war einmal Kammerdiener bei Fürst Herrmann zu Hohenlohe-Langenburg, der Reichsstatthalter von Elsaß-Lothringen in Straßburg war. Es mag sein, dass dieser womöglich das Glas als Geschenk erhalten hat und in die Familie brachte. allerdings ist das nur eine Spur und auch nur Spekulation. Doch überraschend ist das schon, wenn zwei gleiche und äußerst seltene Gläser in solch räumlicher Nähe in Gebrauch waren und der Herstellungsort sehr weit entfernt ist. Auf jeden Fall ist das eine sehr spannende Geschichte.
Ich danke euch! Gruß Histres
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