Ein Nachmittag in Linz ergab einige zufällige Funde. Da ich kein Kenner der oberösterreichischen Wappen bin und auch keiner werden will, schreibe ich nur wenig zur Heraldik und lasse die Fotos weitgehend für sich sprechen. Größere Versionen gibt's per Klick aufs Foto.
Das Linzer Landhaus ist an allen Seiten mit schönen Bildhauerarbeiten geschmückt, die das oberösterreichische Wappen zeigen. Das Renaissance-Nordportal von 1570 mit den Wappen Österreichs unter der Enns (bzw. Altösterreich, Niederösterreich, das so genannte „Lerchenwappen“), Oberösterreichs und Gesamtösterreichs (bzw. „Neuösterreichs“, der „Bindenschild“) ist besonders eindrucksvoll:

Im Durchgang ist das Wappen großflächig auf eine Tür (oder waren es mehrere?) gemalt:

An der Fassade Klosterstraße findet sich noch ein Relief:

Und noch eins am Portal an der Promenade:

Im Durchgang findet sich noch ein Epitaph für den Guardian des verwaisten Minoritenklosters, Georg Haslhueber, der der „Landschaft“ 1536 das Klostergebäude verkauft hatte und damit die Grundlage für das Landhaus in der heutigen Gestalt legte. Hier sein Wappen:

Im wundervollen Renaissance-Innenhof steht ein Renaissance-Planetenbrunnen, der Personifizierungen der Planeten zeigt. Am (späteren) Brunnenbecken sind Wappen der habsburgischen Erblande angebracht. Leider habe ich von diesen keine detaillierten Fotos, aber der Innenhof soll doch im Bild gezeigt werden:
Fortsetzung folgt