Mir rollen sich immer die Zehennägel hoch beim übertriebenen Gebrauch von "natürlich".
Und natürlich bei vollständiger Mißachtung aller Farbregeln.
Hier haben wir ein Beispiel, wo fast kein Metall vorkommt - nur der Bogen, sonst nur Farben:
Betegh de Csik-Tusnad, Siebmacher Band: Sibü Seite: 262 Tafel: 193:
Gespalten von B. und R.; vorne auf gr. Boden ein ganz in R. gekleideter, links gekehrter Ungar mit hohen # Stiefeln, in der Rechten eine Lanze,in der erhobenen Linken einen gespannten g. Bogen samt Pfeil haltend, beide Waffen gegen einen # Bären gerichtet, welche hinten auf gr. Boden, den Ungar anzugreifen scheint.
Oder, ebenfalls fast kein Metall: Georg, Siebmacher Band: Sibü Seite: 9 Tafel: 9:
Geteilt, oben in R. ein schwarzer Adler mit silbernem Säbel, unten in B. aus gr. Dreihügel wachsend # 6 speichiges Rad.
Und da hätten wir noch: Juhasz, Siebmacher Band: Un Seite: 276 Tafel: 209:
In B. über gr. Boden auf br. Rosse (scheinbar) sprengend, ein ungarisch gekleideter Mann, in r. Rocke und # Kalpag, in der erhobenen Rechten einen Buzogany haltend.
Der Band Ungarn bietet hier sehr viel!

Und ich kriege immer Haßanfälle bei Siebmachers Märchenstunde. Wohlgemerkt, der folgende Blason beschreibt ein einziges "Gemälde":
Frhr. v. Bujakovich, Band: Dal Seite: 100 Tafel: 71
In B. im Schildfuß, verbreitet sich die offene See, aus welcher am rechten Schildrand ein steinerner Hafendamm hervorgeht, hinter diesem erhebt sich ein zur Hälfte sichtbares rötliches Castell, bestehend aus einer Ringmauer mit zwei gespitzten Zinnen und zwei Schießlöchern an deren linken äußeren Ecke ein kleines Erkerturm mit r. Spitzdach angebracht ist, über demselben erhebt sich am rechten Schildrand ein ebenfalls nur halb sichtbarer Turm mit zwei gespitzten Zinnen und einem offenen # Fenster, aus dem linken Schildrand aber bricht eine Fregatte in natürlicher Farbe mit vollen Segeln nach rechts steuernd halb hervor, über deren vorderen sichtbaren Mast der große g. Polarstern und rechts von diesem das g. Siebengestirn erscheint.