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AndreasP
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« am: 24. Oktober 2010, 17:34:48 » |
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Neue Bilder aus der bisher im Internet so gut wie nicht vorhandenen Pfarr- und Wallfahrtskirche Pfärrich, Gemeinde Amtzell, Landkreis Ravensburg (liegt übrigens sehr nahe der A 96 München-Lindau, Ausfahrt Wangen-West, falls mal jemand hinfahren will). Alle Bilder hier: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pfarrkirche_Mari%C3%A4_Geburt_%28Pf%C3%A4rrich%29Wappen an der Chordecke: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pf%C3%A4rrich_Pfarrkirche_Chordecke_1.jpg Epitaph dreier frühverstorbener Kinder der Humpis von Waltrams (mit einem zweiten Wappen, das ich nicht kenne): http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Epitaph_dreier_Kinder_Humpis_%28Pfarrkirche_Pf%C3%A4rrich%29 Epitaph Friedrich Humpis von Waltrams und Anastasia von Sirgenstein mit je 8er-Ahnenprobe http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Epitaph_Friedrich_Humpis_%28Pfarrkirche_Pf%C3%A4rrich%29 Epitaph Sigismund Friedrich von Freyberg-Eisenberg mit 4er-Ahnenprobe: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Epitaph_Freyberg-Eisenberg_%28Pfarrkirche_Pf%C3%A4rrich%29 Die Wappen der Ahnenproben konnte ich bisher nicht alle idfentifizieren. Die Humpis'sche Familiengeschichte ist etwas verworren, und es gibt m. W. keine gedruckte Standardliteratur. Über die hier relevanten Personen weiß ich also nichts genaues. Der ausliegende Kirchenführer und ein lokalgeschichtliches Buch über die Kirche strotzen vor Peinlichkeiten ("Wappen des Kaisers von Wien", "Wappen der Bischöfe von Konstanz" für das Montfortwappen) und sind daher leider auch keine wirkliche Hilfe. Erste Anhaltspunkte bietet immerhin der Sirgenstein-Epitaph im nahen Amtzell, vom gleichen Bildhauer geschaffen, wo die Ahnenprobe freundlicherweise beschriftet ist: http://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Epitaph_Joachim_von_Sirgenstein_%28Pfarrkirche_Amtzell%29
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #1 am: 24. Oktober 2010, 17:42:44 » |
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klasse, vor allem hervorragende Lichtverhältnisse erwischt! 
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #2 am: 24. Oktober 2010, 17:52:34 » |
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Zwei Zickzackbalken? da hätten wir z. B. die Spiegel, die Krieg von Hochfelden, die Fuchstein, die Beveren (unwahrscheinlich), die Bubenhofen..... Wenn wir aber davon ausgehen, daß es auch mehr Linien sein könnten (was bei diesem Motiv immer sein kann, auch bei den o.g.), die Geispitzheim u. v. a. m.
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AndreasP
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« Antworten #3 am: 24. Oktober 2010, 18:00:08 » |
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Bei diesen (auch noch monochromen) Wappen, die sich ja anhand einer Genealogie sicherlich halbwegs zweifelsfrei zuordnen liessen, hab ich mich mit Spekulationen eher zurückgehalten... Klar, Humpis und Pappenheim u. ä. lassen sich klar einordnen, aber gerade die einfacheren Schildteilungen oder ein Wappen mit einem Widder und sonst nix sind doch recht vieldeutig, wenn man nicht etwas genauer weiß, wer's sein könnte. Ich bin zuversichtlich, dass mir doch irgendwann ein paar Informationen über die Personen und ihre Eltern über den Weg laufen, und dann kann ich die Wappen sicherlich einfacher identifizieren.
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #4 am: 24. Oktober 2010, 18:06:22 » |
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selbst in Farbe ist es manchmal schwer, ich kämpfe gerade mit den Dilherr von Thumenberg und ihren angeheirateten Frauen. Ohne Stammbaum gibt es nur wenige, die sicher identifiziert werden können.
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #5 am: 24. Oktober 2010, 18:32:44 » |
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links, 4. von oben ist Friedringen: Quadriert; 1. und 4. in B. ein erniedrigter w. Schrägbalken, oben ein laufender g. Löwe. 2. und 3. # g. gespalten. Siebmacher Band: WüA Seite: 247 Tafel: 139.
das darunter ist Gremlich von Jungingen, Quadriert; 1. und 4. b.-s. quadriert. 2. und 3. # Bock in S. , Siebmacher Band: WüA Seite: 6 Tafel: 13
optisch rechts, zweites von oben: das ist Ratzenried, Quadriert; 1. und 4. unter Schildhaupt, das im Wolkenschnitt abgeteilt ist, eine Sonne. 2. und 3. in # drei s. laufende Hunde. Siebmacher Band: WüA Seite: 22 Tafel: 20.
Der Rest ist nicht eindeutig.
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AndreasP
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« Antworten #6 am: 24. Oktober 2010, 19:28:19 » |
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Ratzenried hatte ich bereits so angegeben, Friedingen und Gremlich von Jungingen habe ich nachgetragen (danke!), und ich denke, das mit den drei Adlern im Schild könnte Gültlingen sein. Ansonsten schau ich vielleicht doch mal nach besserer Literatur.
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #8 am: 24. Oktober 2010, 20:39:39 » |
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« Letzte Änderung: 24. Oktober 2010, 20:52:15 von Herold-vom-Rhein »
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #9 am: 24. Oktober 2010, 21:05:31 » |
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und bei dem Schild unter Humpis sagt mir mein Bauchgefühl, daß wir da mit Ow richtig liegen könnten  Darunter der Hut könnte Mühlegg sein. In # ein hoher oben abgerundeter r. Hut mit Stulp und r. Kehlband, das 'S' förmig gelegt ist. Siebmacher Band: BayA2 Seite: 149 Tafel: 93 Der halbe Widder alleine müßte Waltrams sein. Also hätten wir die linke Spalte: Humpis, Ow, Mühlegg, Friedingen, Gremlich, Waltrams, ?,? rechte Spalte: Sirgenstein, Ratzenried, Ramschwag, Pappenheim, Mülinen, ?, Besserer, ? Im übrigen erhärtet sich der Verdacht bei den Zickzackbalken: Ein Hauprecht I. Humpis 1557-1615 hatte eine Magdalena v. Bubenhofen geheiratet.
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« Letzte Änderung: 24. Oktober 2010, 21:33:04 von Herold-vom-Rhein »
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AndreasP
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« Antworten #10 am: 24. Oktober 2010, 21:48:31 » |
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Die Information mit Bubenhofen hab ich gerade eben irgendwo herbeigegoogelt... das passt sehr gut zusammen. Ganz unten rechts ist wohl Westerstetten, aber das lässt sich rein heraldisch natürlich kaum entscheiden. Vergleich: File:Amtzell Pfarrkirche Epitaph Sirgenstein Wappen Westerstetten.jpgDas mit Waltrams wird sicherlich stimmen ( in Amtzell auf dem Sirgenstein-Epitaph gibt es hingegen einen halben, aber doch deutlich anders gestalteten Widder als Vorfahr einer Humpissin von Ratzenried als "Magenbuoch" bezeichnet - ach ne, das wird eher ein Steinbock sein). Auf jeden Fall bin ich jetzt schon mal viel schlauer. Ich werde mal in nächster Zeit das neue Museum im Humpisschloss Brochenzell besuchen (das Restaurant kenne ich, das Museum noch nicht...), vielleicht hilft das. Und im Stadtarchiv mal schauen, was diese ominöse "Humpis-Genealogie" von Gerd Schreyer, die im Internet und auch in einem Buch zitiert wird, sein soll (als Monografie gedruckt gibt es sie jedenfalls nirgendwo; vielleicht ein Typoskript o. ä.). Wenn ich einigermaßen Klarheit habe, kann ich die Epitaphe sicherlich etwa übersichtlicher "tabellarisch" darstellen (formal so ähnlich wie den leider wappenlosen Epitaph aus Passau hier: http://commons.wikimedia.org/wiki/Epitaph_of_Lukas_Kern
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« Letzte Änderung: 24. Oktober 2010, 22:05:47 von AndreasP »
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #11 am: 24. Oktober 2010, 22:10:57 » |
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hier noch was Hübsches: http://www.vonhumpis.de/WaltramsS1.htm Frick H. oo Agnes v. Mühlegg zu Waltrams Bubenhofen, aber mit mehr Linien: Scheiblersches Wappenbuch (Bayerische Staatsbibliothek Cod.icon. 312 c), Folio 66 Bubenhofen mit zwei ZZbalken: Siebmacher Band: Band: WüA Seite: 10 Tafel: 2, Band: WüA Seite: 124 Tafel: 67 Edit: Jakob H. oo Petronella von Ow.
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« Letzte Änderung: 24. Oktober 2010, 22:51:45 von Herold-vom-Rhein »
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AndreasP
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« Antworten #12 am: 25. Oktober 2010, 10:18:36 » |
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Herold-vom-Rhein
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« Antworten #13 am: 25. Oktober 2010, 12:39:46 » |
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sehr schön! 
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AndreasP
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« Antworten #14 am: 25. Oktober 2010, 16:51:43 » |
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Jetzt noch schöner :-) http://commons.wikimedia.org/wiki/Epitaph_Friedrich_Humpis_%28Pfarrkirche_Pf%C3%A4rrich%29Ich hab nämlich zwei Ahnentafeln hinzugefügt und wage außerdem eine Zuordnung des gespaltenen Schilds zur Familie "Marmoth", da die Ahnen des Joachim von Sirgenstein (Epitaph in Amtzell, am Wappen verlinkt) mit den hiesigen zu Hälfte übereinstimmen und dort über dem entsprechenden Schild "Marmoth" steht. Nicht dass ich von dieser Familie ansonsten schon mal was gehört hätte... Hm, vielleicht heißt das auch Warmoth. Ich bleibe dran.
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