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Herold-vom-Rhein
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« am: 24. Juli 2010, 19:07:33 » |
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Mal wieder was aus dem Kuriositätenkabinett: Wer meint, mit menschlicher Kleidung kostümierte Tiere, Raubtiere im Mäntelchen etc. gehören der Welt des Zirkusses an, reibt sich verwundert die Augen: Das gibt es auch in der Heraldik.
So finden wir einen Wolf, im Mittelalter gefürchteter Schafs-Räuber, in läppischer Pose mit einem weißen Jacke bekleidet, die Vorderpfoten durch die Ärmel gesteckt, das in Falten fallende Röckchen um den Bauch, so daß der aufgerissene Rachen, der da aus dem Halsausschnitt schaut, so gar nicht mehr zum Fürchten ist, im Wappen der bayerischen Trainer zu Moß aus der Regensburger Gegend, auch in Nürnberg vorkommend: In Rot ein natürlicher aufspringender Wolf mit einer silbernen Schecke (Jacke) bekleidet. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein natürlicher aufspringender Wolf, der mit einer silbernen Schecke (Jacke) bekleidet ist. Zu sehen ist dieser Wolf im Wappenbuch des churbayrischen Adels, Band 1 – Bayerische Staatsbibliothek, BSB Cgm 1508, sowie im Siebmacher Band: BayA3 Seite: 113 Tafel: 74, Band: BayA3 Seite: 197. Später wurde ihr Wappen geviert, Feld 1 und 4: Stammwappen, Feld 2 und 3: in Silber eine rote Lindenblattspitze.
Oder es gibt einen Löwen, der sich eine Mönchskutte angezogen hat: Die schlesische und brandenburgische Familie Schkopp hat im Schild in Gold einen roten, in jeder Vorderpranke eine rote Kugel haltenden, mit einer schwarzen Mönchskutte bekleideten Löwen. Auf dem gekrönten Helm mit rot-goldenen Decken der Löwe in der Mönchskutte wachsend (Siebmacher Band: BraA Seite: 82 Tafel: 49, Band: Pr Seite: 354 Tafel: 406).
Wer kennt mehr solche "verrückten" Beispiele?
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